Wer nach Rohbaumaße für Türen sucht, möchte meistens vor allem eines wissen: Welche Tür passt in meine vorhandene Öffnung? Die Maueröffnung ist da – aber welche Tür passt jetzt eigentlich hinein? Genau an diesem Punkt sorgen Rohbaumaß, Türblattmaß, Zargenmaß und lichte Durchgangsbreite schnell für Verwirrung. Dabei sind die Rohbaumaße Türen gar nicht so kompliziert, wenn man weiß, welche Maße wirklich entscheidend sind.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, welche Standardmaße für Türen üblich sind, wie du die Rohbauöffnung richtig misst und welche Tür zu welchem Rohbaumaß passt. Außerdem erfährst du, was du tun kannst, wenn deine Öffnung vom Standard abweicht – und wann eine Sonderanfertigung oder die Anpassung der Türöffnung sinnvoller ist.
Rohbaumaße Türen: Das Wichtigste auf einen Blick
Bevor eine neue Tür bestellt wird, zählt zunächst die vorhandene Maueröffnung. Breite, Höhe und Wandstärke entscheiden darüber, welches Türblatt und welche Zarge später passen. Wer die Rohbaumaße für Türen richtig bestimmt, kann Standardmaße schnell erkennen und unnötige Sonderanfertigungen vermeiden.
Welche Maße braucht man für eine Tür?
Entscheidend sind zunächst Breite und Höhe der Rohbauöffnung. Beide Werte sollten an mehreren Stellen gemessen werden, denn gerade bei Sanierungen sind Wände und Türöffnungen nicht immer vollkommen gerade.
Zusätzlich die Wandstärke bestimmen – sie entscheidet über die passende Zarge.Welche Tür passt in die Rohbauöffnung?
Viele Rohbauöffnungen orientieren sich an gängigen Türmaßen. Aus dem Maß der Wandöffnung lässt sich ableiten, welches Türblatt und welche Zarge infrage kommen. Wichtig: Die Rohbauöffnung ist größer als das spätere Türblatt.
Unsere Maßtabelle zeigt gleich, welche gängigen Türgrößen zu welcher Öffnung passen.Was, wenn das Rohbaumaß nicht passt?
Eine ungewöhnliche Türöffnung bedeutet nicht automatisch, dass eine Sondertür nötig ist. Je nach Abweichung können Zarge, Öffnung oder Türmaß angepasst werden. Bei größeren Differenzen sollte geprüft werden, welche Lösung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Vor der Bestellung lohnt sich bei ungewöhnlichen Maßen ein professionelles Aufmaß.Rohbaumaße Türen: Welche Tür passt in welche Öffnung?
Kennst du Breite und Höhe deiner Türöffnung, lässt sich bei vielen Innentüren schnell erkennen, welches Standardmaß infrage kommt. Die folgende Tabelle zeigt typische Rohbaumaße für Türen und das dazugehörige Türblattmaß bei gefälzten Innentüren.
Dazu gehört bei einer klassischen gefälzten Innentür typischerweise ein Türblatt mit etwa 86 × 198,5 cm.
| Nennmaß Rohbauöffnung | Mögliche Öffnungsbreite ca. min.–max. | Türblattbreite gefälzt | Türblatthöhe bei 200,5 cm Öffnung |
|---|---|---|---|
| 63,5 × 200,5 cm | 62,5–66,5 cm | 61,0 cm | 198,5 cm |
| 76,0 × 200,5 cm | 75,0–79,0 cm | 73,5 cm | 198,5 cm |
| 88,5 × 200,5 cm häufig | 87,5–91,5 cm | 86,0 cm | 198,5 cm |
| 101,0 × 200,5 cm | 100,0–104,0 cm | 98,5 cm | 198,5 cm |
| 113,5 × 200,5 cm | 112,5–116,5 cm | 111,0 cm | 198,5 cm |
Rohbaumaß, Türblatt und Zarge auf einen Blick
Rohbauöffnung, Türblattmaß und lichte Durchgangsbreite sind unterschiedliche Werte. Die Grafik zeigt, wo welches Maß genommen wird und wie die einzelnen Größen zusammenhängen.
Und was gilt bei 213 cm Rohbauhöhe?
Neben der klassischen Nennhöhe von 200,5 cm ist auch eine Rohbauhöhe von 213,0 cm üblich. Dazu gehört bei einer gefälzten Innentür ein Türblatt mit etwa 211,0 cm Höhe. Die oben genannten Standardbreiten können ebenfalls mit dieser Höhe kombiniert werden.
Rohbaumaß ist nicht Türblattmaß
Eine 88,5 cm breite Rohbauöffnung bekommt nicht einfach ein 88,5 cm breites Türblatt. Zwischen Maueröffnung, Zarge und Türblatt werden konstruktiv unterschiedliche Maße benötigt.
Die Öffnung muss nicht millimetergenau sein
Die Nennmaße sind Orientierungswerte. Für die einzelnen Standardgrößen gibt es Bereiche, innerhalb derer die Maueröffnung liegen kann. Deshalb bedeutet ein Zentimeter Abweichung nicht automatisch, dass eine Sondertür nötig ist.
Die Wandstärke fehlt noch
Breite und Höhe helfen bei der Wahl der Türgröße. Für die passende Zarge muss zusätzlich die fertige Wandstärke gemessen werden – einschließlich Putz, Fliesen oder anderer Wandbekleidungen.
Rohbaumaße Türen richtig messen: Breite, Höhe und Wandstärke
Wer die Rohbaumaße Türen korrekt bestimmen möchte, sollte sich nicht auf einen einzigen Messwert verlassen. Gerade bei älteren oder nicht vollkommen geraden Türöffnungen können Breite und Höhe an verschiedenen Stellen voneinander abweichen. Deshalb werden die Rohbaumaße Türen an mehreren Punkten kontrolliert und anschließend mit dem vorgesehenen Tür- und Zargensystem abgeglichen.
Rohbaumaße Türen nicht nur einmal messen: Die Breite der Öffnung wird oben, mittig und unten kontrolliert. Auch bei der Höhe lohnt sich ein Vergleich mehrerer Messpunkte. So fallen schiefe oder ungleichmäßige Öffnungen frühzeitig auf.
Rohbaumaße Türen: Breite der Öffnung richtig messen
Für die Rohbaumaße Türen wird die Breite der Wandöffnung von einer Seite zur anderen gemessen. Kontrolliere die Öffnung oben, mittig und unten, denn besonders im Altbau sind die Seiten nicht immer vollkommen parallel.
Rohbauhöhe ab fertigem Fußboden bestimmen
Bei der Höhe der Rohbaumaße Türen zählt die spätere fertige Fußbodenhöhe. Sind Estrich oder Bodenbelag noch nicht eingebaut, sollte deren Aufbau bereits in die Planung einbezogen werden, damit die Türöffnung später nicht zu niedrig ausfällt.
Für die passende Zarge auch die Wandstärke messen
Mit Breite und Höhe sind die Rohbaumaße Türen noch nicht vollständig für die Bestellung vorbereitet. Für die passende Zarge wird zusätzlich die fertige Wandstärke benötigt – also einschließlich Putz, Fliesen oder anderer Wandoberflächen.
Warum Rohbaumaße Türen an mehreren Stellen gemessen werden
Schon wenige Millimeter oder Zentimeter Unterschied können zeigen, dass eine Türöffnung nicht vollkommen gerade ist. Das ist gerade bei älteren Gebäuden nichts Ungewöhnliches.
Die Werte liegen nah beieinander, sind aber nicht identisch. Genau deshalb sollten Rohbaumaße Türen nicht anhand eines einzelnen Messpunktes bestimmt werden. Vor der Bestellung zählt die tatsächliche Öffnung zusammen mit den Maßvorgaben des gewählten Türsystems.
Rohbaumaße Türen falsch gemessen? Diese Fehler sind häufig
Nur einmal messen Unterschiede zwischen oberem und unterem Bereich der Türöffnung bleiben dadurch unbemerkt.
Bodenaufbau vergessen Wird vom Rohboden aus geplant, kann die spätere Türhöhe nach Estrich und Bodenbelag zu knapp werden.
Nur Breite und Höhe notieren Für die passende Zarge wird zusätzlich die fertige Wandstärke benötigt.
Rohbaumaße Türen vor der Bestellung kontrollieren
✓ Breite mehrfach gemessen
✓ Höhe ab Fertigfußboden geprüft
✓ Wandstärke bestimmt
✓ Tür- und Zargenmaß abgeglichen
Rohbaumaß passt nicht: Was tun, wenn die Türöffnung zu groß oder zu klein ist?
Besonders im Altbau entsprechen Rohbaumaße für Türen nicht immer exakt einem heutigen Standardmaß. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sofort eine teure Sondertür nötig ist. Entscheidend ist, wie stark die Öffnung abweicht und in welchem Zustand Wand und vorhandene Türöffnung sind.
Kleine Abweichung oder echtes Sondermaß?
Eine Türöffnung muss nicht millimetergenau dem Nennmaß entsprechen. Liegt sie jedoch deutlich außerhalb des vorgesehenen Bereichs, kommen je nach Situation Anpassung der Öffnung, Sondermaß oder ein anderes Türsystem infrage.
Türöffnung ist zu schmal
Ist die Rohbauöffnung deutlich schmaler als das benötigte Maß, passen Zarge und Türblatt möglicherweise nicht hinein. Je nach Wandaufbau kann die Öffnung verbreitert oder eine kleinere Standardgröße gewählt werden.
Türöffnung ist zu breit
Eine zu große Öffnung lässt sich häufig leichter korrigieren. Je nach Differenz können die Seiten angepasst oder aufgebaut werden, sodass eine gängige Zarge und eine Tür im Standardmaß eingesetzt werden können.
Türöffnung ist zu niedrig oder zu hoch
Bei der Höhe sollte zuerst geprüft werden, ob bereits vom fertigen Fußboden aus gerechnet wurde. Gerade im Rohbau kann eine vermeintlich passende Höhe nach Estrich und Bodenbelag plötzlich zu knapp werden.
Türöffnung ist schief oder unterschiedlich breit
Gerade ältere Türöffnungen können oben, mittig und unten deutlich unterschiedliche Maße haben. Entscheidend ist dann nicht nur das nominelle Rohbaumaß, sondern ob die Zarge sauber eingebaut und ausgerichtet werden kann.
Standardmaß anpassen oder Sondertür bestellen?
Ein Sondermaß klingt zunächst nach der einfachsten Lösung: Öffnung messen, passende Tür anfertigen lassen, fertig. Wirtschaftlich kann es aber sinnvoller sein, eine bestehende Rohbauöffnung geringfügig anzupassen und anschließend eine Tür im gängigen Standardmaß zu verwenden.
Gemessen: 94 cm – Standardmaß: 88,5 oder 101 cm?
Genau bei solchen Zwischenmaßen lohnt es sich, nicht allein anhand einer Tabelle zu bestellen. Ein Aufmaß zeigt, welche Standardlösung tatsächlich umsetzbar ist und ob bauliche Anpassungen wirtschaftlicher sind als eine Sonderanfertigung.
Rohbaumaß, Türblattmaß, Zargenmaß und lichte Breite – was ist eigentlich was?
Bei Türen tauchen schnell mehrere Maße auf, die ähnlich klingen, aber etwas völlig anderes beschreiben. Besonders wichtig: Das Rohbaumaß ist nicht die tatsächliche Größe des Türblatts. Dazwischen sitzt die Zarge – und nach dem Einbau bleibt wiederum eine kleinere lichte Durchgangsbreite übrig.
Merke: Eine Rohbauöffnung von beispielsweise 88,5 cm bedeutet nicht, dass auch das Türblatt 88,5 cm breit ist. Zarge und notwendige Einbauräume reduzieren das tatsächliche Türmaß.
Die Größe der Wandöffnung
Das Rohbaumaß beschreibt Breite und Höhe der vorhandenen beziehungsweise geplanten Öffnung in der Wand.
Das Maß der Türzarge
Die Zarge wird in die Rohbauöffnung eingebaut und bildet den Übergang zwischen Wand und Türblatt.
Die tatsächliche Größe der Tür
Das Türblattmaß beschreibt die Breite und Höhe des beweglichen Türblatts – ohne die umgebende Zarge.
Der freie Durchgang
Die lichte Durchgangsbreite zeigt, wie viel Platz nach dem Einbau von Zarge und Tür tatsächlich zum Durchgehen verbleibt.
Warum aus 88,5 cm Rohbauöffnung keine 88,5-cm-Tür wird
Besonders wenn eine bestimmte Durchgangsbreite benötigt wird, sollte deshalb nicht nur nach dem Rohbaumaß entschieden werden.
Rohbaumaße Türen bei der Sanierung: Alte Tür richtig ersetzen
Wer eine alte Tür ersetzen möchte, sollte die vorhandenen Rohbaumaße Türen nicht einfach aus der Größe des alten Türblatts ableiten. Entscheidend sind die tatsächliche Türöffnung, Wandstärke, vorhandene Zarge, Bodenhöhe und Anschlagrichtung. Gerade bei älteren Gebäuden können die vorhandenen Rohbaumaße Türen deutlich von heutigen Standardmaßen abweichen.
Rohbaumaße Türen: Bei einer Sanierung zählt nicht allein das Maß der vorhandenen Tür. Entscheidend ist, was nach dem Ausbau tatsächlich vorhanden ist. Bleibt die alte Zarge bestehen, wird sie ebenfalls erneuert oder muss sogar die Rohbauöffnung angepasst werden?
Nur das alte Türblatt austauschen
Soll die vorhandene Zarge bleiben, muss das neue Türblatt zum bestehenden System passen. Neben Breite und Höhe spielen unter anderem Bänder, Falz, Schlossposition und Anschlagseite eine Rolle. Die eigentlichen Rohbaumaße Türen werden in diesem Fall meist erst relevant, wenn auch die alte Zarge entfernt wird.
Rohbaumaße Türen neu bestimmen
Wird die alte Zarge ebenfalls entfernt, rücken die Rohbaumaße Türen in den Mittelpunkt. Breite und Höhe der tatsächlichen Wandöffnung helfen zu bestimmen, welche Standardtür infrage kommt. Für die neue Zarge muss zusätzlich die fertige Wandstärke bekannt sein.
Was tun, wenn die Rohbaumaße Türen nicht zum Standard passen?
Weichen die vorhandenen Rohbaumaße Türen von gängigen Standardgrößen ab, ist nicht automatisch eine Sondertür notwendig. Je nach Öffnung kann eine andere Standardgröße gewählt oder die vorhandene Türöffnung angepasst werden.
Welche Angaben neben den Rohbaumaßen Türen wichtig sind
Breite und Höhe der Türöffnung sind der Ausgangspunkt. Für eine vollständige Planung sollten aber auch Wand, Boden und die gewünschte Einbausituation berücksichtigt werden.
Rohbaumaße Türen nicht aus der alten Zarge ableiten
Bei älteren Türen sieht man die eigentliche Maueröffnung häufig überhaupt nicht. Zarge, Verkleidung, Putz oder spätere Umbauten können das ursprüngliche Maß verdecken.
Wird die Zarge entfernt, kann die tatsächliche Rohbauöffnung deshalb anders ausfallen als zunächst vermutet. Gerade im Altbau sollten Rohbaumaße Türen deshalb anhand der vorhandenen Einbausituation neu beurteilt werden.
Türblattmaß, Zargenmaß und Rohbauöffnung sind unterschiedliche Maße.
Rohbaumaße Türen bei einer Sanierung immer neu prüfen
Maße einer alten Tür oder Zarge sollten nicht ungeprüft für die neue Bestellung übernommen werden. Besonders im Altbau können Öffnung, Bodenhöhe und Wandaufbau verändert worden sein. Die tatsächlichen Rohbaumaße Türen sind der Ausgangspunkt für die passende neue Lösung.
Rohbaumaße Türen: Welche Tür passt in welche Öffnung?
Kennst du Breite und Höhe deiner Türöffnung, lässt sich bei vielen Innentüren schnell erkennen, welches Standardmaß infrage kommt. Die folgende Tabelle zeigt typische Rohbaumaße für Türen und das dazugehörige Türblattmaß bei gefälzten Innentüren.
Dazu gehört bei einer klassischen gefälzten Innentür typischerweise ein Türblatt mit etwa 86 × 198,5 cm.
| Nennmaß Rohbauöffnung | Mögliche Öffnungsbreite ca. min.–max. | Türblattbreite gefälzt | Türblatthöhe bei 200,5 cm Öffnung |
|---|---|---|---|
| 63,5 × 200,5 cm | 62,5–66,5 cm | 61,0 cm | 198,5 cm |
| 76,0 × 200,5 cm | 75,0–79,0 cm | 73,5 cm | 198,5 cm |
| 88,5 × 200,5 cm häufig | 87,5–91,5 cm | 86,0 cm | 198,5 cm |
| 101,0 × 200,5 cm | 100,0–104,0 cm | 98,5 cm | 198,5 cm |
| 113,5 × 200,5 cm | 112,5–116,5 cm | 111,0 cm | 198,5 cm |
Rohbaumaß, Türblatt und Zarge auf einen Blick
Rohbauöffnung, Türblattmaß und lichte Durchgangsbreite sind unterschiedliche Werte. Die Grafik zeigt, wo welches Maß genommen wird und wie die einzelnen Größen zusammenhängen.
Und was gilt bei 213 cm Rohbauhöhe?
Neben der klassischen Nennhöhe von 200,5 cm ist auch eine Rohbauhöhe von 213,0 cm üblich. Dazu gehört bei einer gefälzten Innentür ein Türblatt mit etwa 211,0 cm Höhe. Die oben genannten Standardbreiten können ebenfalls mit dieser Höhe kombiniert werden.
Rohbaumaß ist nicht Türblattmaß
Eine 88,5 cm breite Rohbauöffnung bekommt nicht einfach ein 88,5 cm breites Türblatt. Zwischen Maueröffnung, Zarge und Türblatt werden konstruktiv unterschiedliche Maße benötigt.
Die Öffnung muss nicht millimetergenau sein
Die Nennmaße sind Orientierungswerte. Für die einzelnen Standardgrößen gibt es Bereiche, innerhalb derer die Maueröffnung liegen kann. Deshalb bedeutet ein Zentimeter Abweichung nicht automatisch, dass eine Sondertür nötig ist.
Die Wandstärke fehlt noch
Breite und Höhe helfen bei der Wahl der Türgröße. Für die passende Zarge muss zusätzlich die fertige Wandstärke gemessen werden – einschließlich Putz, Fliesen oder anderer Wandbekleidungen.
Breite und barrierefreie Türen: Welches Rohbaumaß wird benötigt?
Eine breitere Tür kann den Alltag deutlich angenehmer machen – nicht nur mit Rollstuhl oder Rollator, sondern auch mit Kinderwagen, Möbeln oder größeren Einkäufen. Entscheidend ist dabei nicht allein die Breite des Türblatts, sondern die lichte Durchgangsbreite, die nach dem Einbau tatsächlich übrig bleibt.
Das Zielmaß wird am freien Durchgang festgelegt
Soll eine Tür uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar sein, spielt die lichte Breite von mindestens 90 cm eine zentrale Rolle. Das notwendige Rohbaumaß muss deshalb größer geplant werden als diese später nutzbare Öffnung.
Mindestens 80 cm freier Türdurchgang
Für barrierefrei nutzbare Wohnungen sieht die Planung einen Türdurchgang von mindestens 80 cm vor. Das schafft bereits deutlich mehr Bewegungsfreiheit als eine schmale Standardtür.
Mindestens 90 cm bei uneingeschränkter Rollstuhlnutzung
Soll die Wohnung uneingeschränkt mit einem Rollstuhl nutzbar sein, wird mit einem größeren freien Türdurchgang geplant. Hier zählt nicht das Türblattmaß, sondern die nach dem Einbau verbleibende lichte Öffnung.
90 cm Durchgang bedeutet nicht 90 cm Rohbauöffnung
Zwischen der gemauerten Öffnung und dem später nutzbaren Durchgang liegen Zarge, Einbauluft und die Konstruktion der Tür. Deshalb muss die Rohbauöffnung deutlich größer sein als die gewünschte lichte Breite.
101 cm Rohbaumaß – reicht das für 90 cm lichte Breite?
Eine Rohbauöffnung um 101 cm kann zu einer breiteren Standardtür passen. Daraus lässt sich aber nicht automatisch eine lichte Durchgangsbreite von 90 cm ableiten.
Wie viel Platz tatsächlich frei bleibt, hängt unter anderem vom verwendeten Türblatt, der Zarge und dem konkreten Türsystem ab. Wer eine bestimmte Durchgangsbreite benötigt, sollte deshalb genau diese lichte Breite vor der Bestellung prüfen.
Die Maße bauen aufeinander auf – sind aber nicht identisch.
Wann sich eine breitere Türöffnung lohnt
Rollator oder Rollstuhl Mehr freie Breite erleichtert das Durchfahren und Rangieren.
Kinderwagen Breitere Durchgänge sind im Alltag deutlich komfortabler.
Möbel und Umzüge Große Möbelstücke lassen sich leichter durch die Räume bewegen.
Vorausschauend planen Im Neubau lässt sich zusätzliche Türbreite meist einfacher berücksichtigen als später in der fertigen Wand.
Von innen nach außen planen: Erst festlegen, wie breit der spätere Durchgang sein soll – danach Türsystem und erforderliches Rohbaumaß bestimmen. Nicht umgekehrt.
Rohbaumaße bei Haustüren: Gelten dieselben Maße wie bei Innentüren?
Nicht unbedingt. Die typischen Rohbaumaße für Innentüren sind eine gute Orientierung für klassische Zimmertüren – bei einer Haustür sollte die vorhandene Öffnung jedoch immer zusammen mit dem konkreten Türsystem betrachtet werden. Rahmen, Schwelle, Seitenteil oder Oberlicht können beeinflussen, welche Maße tatsächlich benötigt werden.
Rahmen und Ausstattung brauchen Platz
Eine Haustür besteht nicht nur aus dem beweglichen Türblatt. Rahmen, Bodenschwelle und die Art des Einbaus bestimmen mit, welches Maß zwischen Rohbauöffnung und fertiger Tür benötigt wird.
Seitenteil und Oberlicht verändern die Planung
Bei breiten Eingangsbereichen kann die Haustür mit einem Seitenteil oder Oberlicht kombiniert werden. Dann zählt das gesamte Türelement – nicht allein die Breite des eigentlichen Türblatts.
Alte Haustüröffnung besonders sorgfältig prüfen
Beim Austausch einer bestehenden Haustür können Schwelle, Bodenaufbau, Putz und alte Anschlüsse die verfügbare Öffnung beeinflussen. Das sichtbare Maß der alten Tür reicht deshalb für die Auswahl der neuen Haustür nicht aus.
Nach den Maßen kommen Material, Sicherheit und Kosten
Steht fest, welche Größe grundsätzlich benötigt wird, geht es an die eigentliche Auswahl. Material, Wärmeschutz, Sicherheit, Verglasung und Ausstattung unterscheiden sich bei Haustüren erheblich.
Häufige Fragen zu Rohbaumaßen Türen
Welche Rohbaumaße Türen benötigen, hängt von Türblatt, Zarge und Einbausituation ab. Hier beantworten wir typische Fragen zu Standardmaßen, Rohbauöffnungen, Türbreiten und dem richtigen Maß für neue oder bestehende Türen.
01 Was bedeutet Rohbaumaße Türen? +
Mit Rohbaumaße Türen sind die Maße der Wandöffnungen gemeint, in die später Tür und Zarge eingebaut werden. Das Rohbaumaß ist deshalb größer als das eigentliche Türblattmaß.
02 Welche Rohbaumaße Türen sind Standard? +
Bei Innentüren kommen mehrere standardisierte Breiten und Höhen infrage. Häufig anzutreffen sind beispielsweise Rohbauöffnungen mit Nennbreiten von 63,5 cm, 76 cm, 88,5 cm, 101 cm oder 113,5 cm. Welche Tür dazu passt, hängt vom jeweiligen Tür- und Zargensystem ab.
03 Welche Tür passt bei einem Rohbaumaß von 88,5 cm? +
Bei einer Rohbauöffnung von etwa 88,5 cm Breite kommt bei klassischen gefälzten Innentüren häufig ein Türblatt von etwa 86 cm Breite infrage. Die konkreten Herstellerangaben von Tür und Zarge sollten vor der Bestellung geprüft werden.
04 Welche Rohbaumaße Türen mit 86 cm Türblatt brauchen? +
Ein gefälztes Türblatt mit rund 86 cm Breite wird typischerweise einer Rohbauöffnung mit einem Nennmaß von etwa 88,5 cm zugeordnet. Das bedeutet aber nicht, dass jede beliebige 88,5-cm-Öffnung ohne weitere Prüfung passt.
05 Welche Rohbauöffnung braucht eine 73,5 cm breite Tür? +
Bei klassischen gefälzten Innentüren gehört ein Türblatt von etwa 73,5 cm Breite typischerweise zu einer Rohbauöffnung mit rund 76 cm Nennbreite.
06 Wie groß muss die Rohbauöffnung für eine Tür sein? +
Die Rohbauöffnung muss größer sein als das Türblatt, weil zusätzlich Platz für Zarge und Montage benötigt wird. Deshalb sollten Rohbaumaße Türen immer anhand des vorgesehenen Türsystems und nicht allein anhand der gewünschten Türblattbreite gewählt werden.
07 Wie hoch sind typische Rohbaumaße Türen? +
Bei Innentüren sind unter anderem Rohbauhöhen um 200,5 cm und höhere Varianten um 213 cm üblich. Wichtig ist dabei, die Höhe vom späteren fertigen Fußboden aus zu beurteilen.
08 Wird das Rohbaumaß einer Tür ab Estrich gemessen? +
Für die spätere Türhöhe ist die Oberkante des fertigen Fußbodens entscheidend. Fehlen Bodenbelag oder weitere Aufbauten noch, müssen sie bei der Planung der Rohbauöffnung berücksichtigt werden.
09 Sind Rohbaumaße Türen inklusive Putz? +
Für die Auswahl der Zarge ist die spätere fertige Wand relevant. Deshalb sollten Putz, Fliesen oder andere Wandbekleidungen bei der Wandstärke berücksichtigt werden. Bei Breite und Höhe muss eindeutig sein, ob die gemessene Öffnung bereits fertiggestellt oder noch im Rohbauzustand ist.
10 Was ist der Unterschied zwischen Rohbaumaß und Türblattmaß? +
Das Rohbaumaß bezeichnet die Wandöffnung. Das Türblattmaß bezeichnet dagegen die Größe des beweglichen Türblatts. Deshalb sind die Rohbaumaße Türen größer als die dazugehörigen Türblattmaße.
11 Was bedeutet lichte Breite bei einer Tür? +
Die lichte Breite ist der tatsächlich freie Durchgang nach dem Einbau der Tür. Sie ist damit kleiner als das Rohbaumaß und kann auch kleiner als die nominelle Breite des Türblatts sein.
12 Müssen Rohbaumaße Türen exakt eingehalten werden? +
Eine Türöffnung muss nicht auf den Millimeter einem Nennmaß entsprechen. Tür- und Zargensysteme erlauben innerhalb bestimmter Grenzen Abweichungen. Bei größeren Unterschieden sollte jedoch geprüft werden, ob die Öffnung angepasst oder eine andere Türgröße gewählt werden muss.
13 Was tun, wenn die Rohbauöffnung für die Tür zu groß ist? +
Eine zu große Türöffnung kann je nach Situation verkleinert oder für ein anderes Türmaß genutzt werden. Bevor eine Sondertür bestellt wird, lohnt sich der Vergleich zwischen Anpassung der Öffnung und einer individuellen Türlösung.
14 Was tun, wenn die Rohbauöffnung für die Tür zu klein ist? +
Ist die Öffnung zu klein, kann eventuell eine kleinere Standardtür gewählt werden. Eine bauliche Vergrößerung ist ebenfalls möglich, sollte bei größeren Eingriffen aber vorher fachlich beurteilt werden.
15 Wie misst man Rohbaumaße Türen richtig? +
Für korrekte Rohbaumaße Türen sollte die Breite oben, mittig und unten gemessen werden. Auch die Höhe sollte an mehreren Stellen kontrolliert werden. Zusätzlich wird die fertige Wandstärke für die passende Zarge benötigt.
16 Kann ich Rohbaumaße Türen selbst messen? +
Ja. Eine gerade und gut zugängliche Türöffnung lässt sich meist problemlos selbst ausmessen. Bei schiefen Altbauöffnungen, ungewöhnlichen Maßen oder teuren Türelementen ist ein professionelles Aufmaß sinnvoll.
17 Welche Rohbaumaße Türen für barrierefreie Durchgänge brauchen? +
Bei barrierefreier Planung ist vor allem die später nutzbare lichte Durchgangsbreite relevant. Das benötigte Rohbaumaß ist entsprechend größer, weil Zarge und Türkonstruktion innerhalb der Wandöffnung Platz benötigen.
18 Gelten die gleichen Rohbaumaße Türen auch für Haustüren? +
Nein, die Standardmaße klassischer Innentüren sollten nicht einfach auf Haustüren übertragen werden. Bei Haustüren hängen Rohbauöffnung und Bestellmaß stärker vom jeweiligen System, Rahmen, Schwelle sowie möglichen Seitenteilen oder Oberlichtern ab.
19 Wann braucht man eine Tür im Sondermaß? +
Ein Sondermaß kann sinnvoll sein, wenn vorhandene Rohbaumaße Türen deutlich von gängigen Standardmaßen abweichen und die bestehende Öffnung erhalten bleiben soll. Vorher sollte geprüft werden, ob eine Standardtür mit angepasster Öffnung günstiger oder praktischer ist.
20 Welche Rohbaumaße Türen im Altbau haben, kann man das vorher wissen? +
Nicht zuverlässig. Gerade im Altbau können Türöffnungen von heutigen Standardmaßen abweichen oder über Jahrzehnte verändert worden sein. Deshalb sollten vorhandene Öffnungen immer neu gemessen werden, bevor Tür und Zarge bestellt werden.
Rohbaumaße Türen beschreiben die Größe der Wandöffnung – nicht die Größe des Türblatts. Wer eine neue Tür plant, sollte deshalb Rohbauöffnung, Türblattmaß, Zarge, Wandstärke und gewünschten freien Durchgang gemeinsam betrachten.
Passende Türenbauer finden und Angebote vergleichen
Die Rohbaumaße Türen stehen fest – jetzt fehlt noch der passende Fachbetrieb. Finde Türenbauer aus deiner Region und vergleiche Angebote für neue Türen, Zargen, Austausch und Einbau.