Mehr Tageslicht, ein direkter Zugang zum Garten oder ein helleres Zuhause: Wer ein Fenster nachträglich einbauen möchte, schafft spürbar mehr Wohnqualität. Doch bevor die neue Öffnung entsteht, müssen Statik, mögliche Genehmigungen und der fachgerechte Einbau geprüft werden. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt.
Fenster nachträglich einbauen: Das sollten Sie vorher wissen
Wer ein Fenster nachträglich einbauen möchte, schafft mehr Tageslicht, einen besseren Ausblick oder einen neuen Zugang nach draußen. Anders als beim Fenstertausch entsteht jedoch eine neue Öffnung in der Fassade – deshalb sind Planung, Statik und die fachgerechte Ausführung besonders wichtig.
Diese vier Punkte entscheiden über die Umsetzung
- Wand prüfen: Bei tragenden Wänden kann eine statische Beurteilung erforderlich sein.
- Vorgaben klären: Je nach Gebäude, Bundesland oder Eigentumssituation können weitere Abstimmungen nötig sein.
- Öffnung fachgerecht herstellen: Wanddurchbruch, Sturz und Anschlüsse müssen zum Gebäude passen.
- Fenster sauber abdichten: Der Anschluss an Dämmung und Fassade ist entscheidend für ein dauerhaft gutes Ergebnis.
Tragende Wand prüfen
Bevor eine neue Öffnung entsteht, muss geklärt werden, wie die Wand aufgebaut ist und ob ein passender Sturz eingeplant werden muss.
Vorgaben früh klären
Bei Denkmalschutz, einer Eigentümergemeinschaft oder besonderen örtlichen Vorgaben sollte die Planung vor dem Start abgestimmt sein.
Sauber einbauen lassen
Fensterrahmen, Abdichtung, Dämmung und Fassadenanschluss müssen präzise zusammenspielen – das schützt vor Zugluft und Feuchteschäden.
Aufwand individuell planen
Die Kosten hängen vor allem von Wandaufbau, Fenstergröße, Durchbrucharbeiten, Montage und nötigen Nacharbeiten ab.
So wird aus einer geschlossenen Wand ein neues Fenster
Die einzelnen Schritte können je nach Gebäude variieren. Eine gute Vorbereitung hilft, spätere Änderungen und unnötige Zusatzarbeiten zu vermeiden.
Vor-Ort-Termin
Fachbetrieb begutachtet Fassade, Wand und gewünschte Fensterposition.
Planung & Prüfung
Wandaufbau, Statik und mögliche Vorgaben werden vorab geklärt.
Öffnung herstellen
Die neue Fensteröffnung wird fachgerecht vorbereitet und abgesichert.
Fenster montieren
Das Element wird eingesetzt, abgedichtet und sauber an die Fassade angeschlossen.
Je genauer das Vorhaben beschrieben ist, desto besser vergleichbar sind Angebote
Teilen Sie dem Fachbetrieb möglichst die gewünschte Fenstergröße, Fotos der Fassade, den Gebäudetyp und besondere Wünsche wie eine bodentiefe Ausführung oder einen Zugang zum Garten mit. So lässt sich der Aufwand von Anfang an realistischer einschätzen.
Kann man ein Fenster nachträglich einbauen?
Grundsätzlich lässt sich ein Fenster nachträglich einbauen. Ob das Vorhaben an der gewünschten Stelle möglich ist, hängt jedoch vom Wandaufbau, der Statik und möglichen Vorgaben für das Gebäude ab. Besonders bei Außenwänden sollte die Umsetzung deshalb immer vor Ort von einem Fachbetrieb geprüft werden.
Wandaufbau prüfen
Zuerst wird geklärt, ob es sich um eine tragende Außenwand handelt und wie die neue Öffnung fachgerecht abgesichert werden kann.
Fenster passend planen
Größe, Brüstungshöhe, Öffnungsart und gewünschte Nutzung bestimmen, welches Fensterelement sinnvoll ist – etwa ein normales Fenster oder eine bodentiefe Fenstertür.
Vorgaben abklären
Je nach Gebäude und Standort können zusätzliche Abstimmungen nötig sein, zum Beispiel bei Denkmalschutz oder in einer Eigentümergemeinschaft.
Wichtig: Ein neues Fenster sollte nicht allein nach Optik geplant werden. Entscheidend sind ein sicherer Wanddurchbruch, ein passender Sturz sowie ein dauerhaft dichter Anschluss an Fassade und Dämmung.
Braucht man eine Genehmigung, um ein Fenster nachträglich einzubauen?
Wer ein Fenster nachträglich einbauen möchte, verändert in der Regel die Außenfassade und greift möglicherweise auch in eine tragende Wand ein. Ob eine Baugenehmigung, eine Bauanzeige oder lediglich eine Zustimmung erforderlich ist, hängt vom Bundesland, dem Gebäude und der konkreten Ausführung ab.
Ob Sie ein Fenster nachträglich einbauen dürfen, hängt vor allem von vier Punkten ab
- Tragende Außenwand: Der neue Wanddurchbruch kann eine statische Berechnung und einen geeigneten Fenstersturz erforderlich machen.
- Veränderung der Fassade: Größe, Position und Gestaltung des neuen Fensters können baurechtlich relevant sein.
- Gebäudestatus: Bei Denkmalschutz oder einer Gestaltungssatzung gelten häufig zusätzliche Vorgaben.
- Eigentumsverhältnisse: Bei Mietobjekten und Eigentumswohnungen sind weitere Zustimmungen notwendig.
Diese Stellen können zuständig sein
Zuständige Bauaufsicht oder Gemeinde
Architekt, Statiker oder Fachbetrieb
Denkmalbehörde bei geschützten Gebäuden
Vermieter oder Wohnungseigentümergemeinschaft
Tragende Außenwand
Soll das Fenster in eine tragende Wand eingebaut werden, muss geprüft werden, wie die Lasten oberhalb der neuen Fensteröffnung abgefangen werden. Häufig ist dafür ein geeigneter Fenstersturz erforderlich.
Veränderung der Fassade
Ein zusätzliches Fenster verändert das Erscheinungsbild des Hauses. Besonders an der Straßenfassade können Größe, Teilung und Position deshalb genehmigungsrechtlich relevant sein.
Denkmalschutz und Satzungen
Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder innerhalb geschützter Ortsbilder gelten häufig besondere Vorgaben für Fensterform, Material, Farbe und Sprossenteilung.
WEG oder Mietobjekt
Bei einer Eigentumswohnung gehört die Fassade meist zum Gemeinschaftseigentum. Mieter benötigen vor einem Eingriff außerdem die ausdrückliche Zustimmung des Vermieters.
Fenster nachträglich einbauen: Vorgaben frühzeitig klären
Ob das Vorhaben genehmigungsfrei ist, richtet sich nach der jeweiligen Landesbauordnung und den örtlichen Vorgaben. Zusätzlich können Anforderungen an Statik, Wärmeschutz, Brandschutz, Grenzabstände oder das Erscheinungsbild des Gebäudes gelten.
Auch genehmigungsfreie Arbeiten müssen sämtliche baurechtlichen und technischen Anforderungen erfüllen.
Eine formelle Genehmigung kann insbesondere bei größeren Fassadenänderungen oder geschützten Gebäuden nötig sein.
Vermieter, Wohnungseigentümergemeinschaft oder Denkmalbehörde können unabhängig von der Baugenehmigung zustimmen müssen.
Fenster nachträglich einbauen: In vier Schritten sicher planen
Eine klare Reihenfolge hilft, Genehmigungsfragen, statische Risiken und unnötige Zusatzkosten bereits vor Beginn der Arbeiten zu vermeiden.
Fensteröffnung festlegen: Position, Größe, Öffnungsart und gewünschte Nutzung planen.
Wand prüfen lassen: Wandaufbau, Leitungen, Dämmung und Statik untersuchen lassen.
Genehmigung klären: Bauaufsicht, Gemeinde oder Denkmalbehörde kontaktieren.
Zustimmungen einholen: WEG, Verwaltung oder Vermieter frühzeitig einbeziehen.
Ausführung planen: Fenstersturz, Anschlüsse, Abdichtung und Wärmeschutz festlegen.
Fachbetrieb beauftragen: Erst nach vollständiger Klärung mit den Arbeiten beginnen.
Genehmigungsfrei bedeutet nicht automatisch planungsfrei
Selbst wenn keine formelle Baugenehmigung benötigt wird, müssen Standsicherheit, Wärmeschutz, Feuchteschutz, Brandschutz und eine fachgerechte Abdichtung eingehalten werden. Wer ein Fenster nachträglich einbauen möchte, sollte das Vorhaben deshalb immer mit geeigneten Fachleuten abstimmen.
Was kostet es, ein Fenster nachträglich einzubauen?
Wer ein Fenster nachträglich einbauen möchte, muss neben dem eigentlichen Fenster auch den Wanddurchbruch, die statische Prüfung, einen möglichen Fenstersturz sowie Putz-, Dämm- und Abdichtungsarbeiten einplanen. Für ein typisches Projekt entstehen deshalb meist deutlich höhere Kosten als bei einem einfachen Fenstertausch.
Die Kosten für ein nachträglich eingebautes Fenster entstehen in mehreren Schritten
- Fenster: Größe, Rahmenmaterial, Verglasung und Ausstattung bestimmen den Preis des neuen Fensters.
- Wanddurchbruch: Mauerwerk muss fachgerecht geöffnet, abgestützt und anschließend wieder geschlossen werden.
- Statik und Fenstersturz: Bei tragenden Außenwänden kommen Berechnung und Lastabtragung hinzu.
- Nebenarbeiten: Abdichtung, Dämmung, Putz, Fensterbank und Entsorgung erhöhen die Gesamtkosten.
Ca. 700 bis 1.900 €
Ein Standardfenster mit zeitgemäßer Verglasung, Lieferung, fachgerechter Montage und Abdichtung bildet den ersten größeren Kostenpunkt. Sondermaße, Holz-Aluminium-Rahmen oder Sicherheitsglas verteuern das Fenster.
Ca. 1.000 bis 2.500 €
Die Kosten hängen von Wandstärke, Baustoff, Zugänglichkeit und Größe der neuen Öffnung ab. Beton, Klinker oder zweischaliges Mauerwerk verursachen meist einen höheren Arbeitsaufwand.
Ca. 400 bis 1.300 €
Soll ein Fenster nachträglich in eine tragende Außenwand eingebaut werden, ist in der Regel eine statische Berechnung notwendig. Fehlende Baupläne oder komplizierte Konstruktionen können den Preis erhöhen.
Ca. 800 bis 3.000 €
Fenstersturz oder Stahlträger, Dämmung, Innen- und Außenputz, Fensterbank, Malerarbeiten sowie die Entsorgung des Bauschutts sollten im Gesamtangebot enthalten sein.
Fenster nachträglich einbauen: Mit diesen Kostenpositionen sollten Sie rechnen
Die folgenden Brutto-Richtwerte dienen als erste Orientierung. Tatsächliche Angebote unterscheiden sich je nach Region, Gebäudezustand, Fenstergröße und Ausführungsaufwand.
Wie hoch sind die Gesamtkosten für ein nachträglich eingebautes Fenster?
Der Gesamtpreis richtet sich vor allem danach, wie aufwendig die neue Fensteröffnung hergestellt und anschließend wieder an Fassade und Innenraum angeschlossen werden muss.
Kleines Standardfenster, gut zugängliches Mauerwerk, überschaubare statische Anforderungen und wenige Folgearbeiten.
Statik, Wanddurchbruch, neuer Fenstersturz, Fenstermontage sowie Putz- und Abdichtungsarbeiten innen und außen.
Große Öffnung, Altbau, zweischaliges Mauerwerk, Klinkerfassade, Sonderfenster oder umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten.
Diese Angaben benötigt der Fensterbauer für einen realistischen Preis
Je genauer die Ausgangssituation beschrieben wird, desto besser lassen sich Angebote vergleichen und spätere Zusatzkosten vermeiden.
Gewünschte Fenstergröße: Breite, Höhe und geplante Position möglichst genau angeben.
Wandaufbau: Material, Wandstärke, Dämmung und mögliche Klinkerfassade nennen.
Baupläne: Vorhandene Grundrisse, Schnitte oder statische Unterlagen bereithalten.
Fensterausstattung: Material, Verglasung, Öffnungsart und Sicherheitsausstattung festlegen.
Nebenarbeiten: Fensterbank, Rollladen, Putz, Malerarbeiten und Entsorgung abfragen.
Leistungsumfang: Prüfen, ob Statik, Abdichtung und Fassadenarbeiten enthalten sind.
Nicht nur auf den Preis des Fensters achten
Wenn Sie ein Fenster nachträglich einbauen lassen, sollte das Angebot den gesamten Ablauf abdecken. Dazu gehören statische Prüfung, Baustellensicherung, Wanddurchbruch, Fenstersturz, Montage, Abdichtung, Dämmung, Putzarbeiten und Entsorgung. Ein zunächst günstiges Angebot kann deutlich teurer werden, wenn diese Leistungen später einzeln berechnet werden.
Fenster nachträglich einbauen lassen
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Fenster nachträglich einbauen: So läuft der Einbau ab
Wer ein Fenster nachträglich einbauen möchte, benötigt mehr als nur ein passendes Fensterelement. Zunächst müssen Wandaufbau und Statik geprüft werden. Danach folgen Baustellenschutz, Wanddurchbruch, Fenstersturz, Fenstermontage und die fachgerechte Wiederherstellung aller Anschlüsse.
Ein Fenster nachträglich einzubauen erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten
- Planung: Position, Größe, Öffnungsart und Einbauhöhe des Fensters festlegen.
- Technische Prüfung: Wandaufbau, Leitungen, Dämmung und statische Anforderungen prüfen.
- Wandöffnung: Mauerwerk kontrolliert öffnen und die Konstruktion sicher abstützen.
- Fenstermontage: Fenster ausrichten, befestigen, abdichten und vollständig anschließen.
Darauf kommt es besonders an
Sichere Abstützung vor dem Wanddurchbruch
Passend dimensionierter Fenstersturz
Waagerechte und lotrechte Fenstermontage
Luft- und schlagregendichte Anschlüsse
Baustelle schützen
Möbel und Bodenflächen werden geschützt und der Arbeitsbereich möglichst staubdicht abgetrennt. Außen muss außerdem ausreichend Platz für Geräte, Material und den Abtransport des Bauschutts vorhanden sein.
Wand sicher abstützen
Bei einer tragenden Außenwand wird die Konstruktion vor dem Mauerdurchbruch abgestützt. Anschließend kann der geplante Fenstersturz oder Stahlträger fachgerecht eingesetzt werden.
Fensteröffnung herstellen
Das Mauerwerk wird entsprechend der geplanten Rohbauöffnung ausgeschnitten oder abschnittsweise entfernt. Leitungen, Dämmung und vorhandene Fassadenschichten müssen dabei berücksichtigt werden.
Fenster einsetzen und abdichten
Das neue Fenster wird ausgerichtet, mechanisch befestigt und an Baukörper, Dämmung und Fassade angeschlossen. Danach folgen Fensterbank, Laibung, Putz und weitere Oberflächenarbeiten.
Fenster nachträglich einbauen: Sechs Schritte vom Aufmaß bis zur fertigen Laibung
Der genaue Ablauf kann sich je nach Gebäude und Wandkonstruktion unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt den typischen Aufbau eines fachgerecht geplanten Projekts.
Fensterposition, Rohbauöffnung, Einbauhöhe und gewünschte Ausstattung werden vor Ort festgelegt.
Wandkonstruktion, Lastabtragung sowie mögliche Strom-, Wasser- oder Heizungsleitungen werden kontrolliert.
Innenraum und Fassade werden geschützt. Geräte, Abstützungen und Material werden bereitgestellt.
Die Wand wird gesichert, der Fenstersturz eingesetzt und das Mauerwerk innerhalb der geplanten Öffnung entfernt.
Der Fensterrahmen wird ausgerichtet, befestigt und mit geeigneten Materialien an den Baukörper angeschlossen.
Dämmung, Abdichtung, Fensterbank, Laibung, Außenputz und Innenflächen werden fachgerecht wiederhergestellt.
Diese Punkte sollten nach dem Einbau geprüft werden
Vor der Abnahme lohnt es sich, nicht nur die Optik, sondern auch Funktion, Abdichtung und sämtliche Anschlussarbeiten zu kontrollieren.
Fensterfunktion: Flügel müssen sich leicht öffnen, schließen und kippen lassen.
Ausrichtung: Rahmen, Fensterbank und sichtbare Anschlüsse müssen gerade sitzen.
Abdichtung: Zwischen Fenster und Wand dürfen keine offenen Fugen verbleiben.
Fassadenanschluss: Außenputz, Klinker und Dämmung müssen sauber angeschlossen sein.
Innenlaibung: Putz- und Malerflächen sollten vollständig wiederhergestellt sein.
Baustelle: Schutzmaterial, Bauschutt und Montagereste sollten entfernt werden.
Wanddurchbruch und Fenstermontage gehören in erfahrene Hände
Wer ein Fenster nachträglich einbauen lässt, sollte Maurer-, Statik- und Fensterarbeiten aufeinander abstimmen. Fehler beim Abstützen, beim Fenstersturz oder bei der Abdichtung können Risse, Feuchteschäden und Wärmebrücken verursachen. Ein vollständiges Angebot sollte deshalb sämtliche Arbeitsschritte eindeutig aufführen.
Fenster nachträglich einbauen: Diese Fehler können teuer werden
Wer ein Fenster nachträglich einbauen möchte, sollte Planung, Wanddurchbruch und Fenstermontage nicht getrennt voneinander betrachten. Fehler bei der Statik, der Größe der Rohbauöffnung oder der Abdichtung können später zu Rissen, Feuchtigkeit, Wärmeverlusten und hohen Nachbesserungskosten führen.
Die häufigsten Probleme entstehen bereits vor der Fenstermontage
- Statik wird unterschätzt: Tragende Wände dürfen nicht ohne Berechnung und geeignete Lastabtragung geöffnet werden.
- Rohbauöffnung passt nicht: Falsche Maße erschweren die Montage und können zu übermäßig breiten Anschlussfugen führen.
- Anschlüsse bleiben undicht: Unvollständige Abdichtung begünstigt Zugluft, Feuchtigkeit und Wärmeverluste.
- Folgearbeiten fehlen: Laibung, Fensterbank, Dämmung und Fassadenanschluss müssen vollständig eingeplant werden.
Fenstergröße zu früh festlegen
Das Fenster sollte nicht bestellt werden, bevor Wandaufbau, Rohbauöffnung und notwendiger Fenstersturz geprüft wurden. Schon wenige Zentimeter Abweichung können die spätere Montage deutlich erschweren.
Tragende Wand ohne Prüfung öffnen
Wird Mauerwerk aus einer tragenden Außenwand entfernt, müssen die darüberliegenden Lasten sicher abgefangen werden. Eine ungeprüfte Öffnung kann Risse und Schäden an der Konstruktion verursachen.
Fenster nur mit Montageschaum einsetzen
Montageschaum allein stellt keinen vollständigen und dauerhaft sicheren Fensteranschluss her. Das Fenster muss mechanisch befestigt und innen sowie außen passend abgedichtet werden.
Dämmung und Laibung vernachlässigen
Rund um das neue Fenster können Wärmebrücken entstehen. Deshalb müssen Dämmung, Laibung, Fensterbank und Fassade sorgfältig aufeinander abgestimmt und wiederhergestellt werden.
Was passiert, wenn ein Fenster nachträglich falsch eingebaut wird?
Kleine Ausführungsfehler bleiben häufig zunächst unbemerkt. Mit der Zeit können daraus jedoch sichtbare Schäden und erhebliche Folgekosten entstehen.
Fehlende oder falsch dimensionierte Stürze können Bewegungen und Rissbildungen oberhalb der Fensteröffnung verursachen.
Undichte Anschlussfugen senken den Wohnkomfort und können die Heizkosten dauerhaft erhöhen.
Fehlerhafte Abdichtung oder ungedämmte Laibungen begünstigen Kondenswasser und feuchte Wandbereiche.
Unsachgemäße Anschlüsse können Wasser hinter Putz, Dämmung oder Klinker gelangen lassen.
Ein schief montierter oder verspannter Rahmen kann dazu führen, dass das Fenster nicht mehr sauber schließt.
Müssen Fenster, Laibung oder Fassadenanschluss erneut geöffnet werden, steigen Arbeits- und Materialkosten deutlich.
So vermeiden Sie Fehler beim nachträglichen Fenstereinbau
Ein vollständiges Angebot und eine klare Abstimmung der beteiligten Gewerke reduzieren das Risiko von Verzögerungen und zusätzlichen Kosten.
Wandaufbau klären: Baustoff, Wandstärke, Dämmung und Fassadenaufbau prüfen lassen.
Statik berücksichtigen: Tragende Außenwände vor dem Durchbruch fachlich bewerten lassen.
Exaktes Aufmaß: Das Fenster erst nach Festlegung der tatsächlichen Öffnung bestellen.
Leitungen prüfen: Strom-, Heizungs- und Wasserleitungen im Arbeitsbereich ausschließen.
Abdichtung festlegen: Innen-, Mittel- und Außenebene des Anschlusses berücksichtigen.
Folgearbeiten aufnehmen: Putz, Dämmung, Fensterbank, Malerarbeiten und Entsorgung einplanen.
Alle Gewerke und Arbeitsschritte schriftlich festhalten
Wenn Sie ein Fenster nachträglich einbauen lassen, sollte das Angebot nicht nur Fenster und Montage enthalten. Prüfen Sie auch, ob statische Leistungen, Wanddurchbruch, Fenstersturz, Abdichtung, Dämmung, Putzarbeiten und Entsorgung eindeutig aufgeführt sind. So lassen sich Angebote besser vergleichen und unerwartete Zusatzkosten vermeiden.
Welches Fenster eignet sich für den nachträglichen Einbau?
Wer ein Fenster nachträglich einbauen möchte, sollte nicht nur auf Größe und Preis achten. Auch Rahmenmaterial, Verglasung, Öffnungsart, Wärmeschutz und Sicherheitsausstattung müssen zum Raum und zur Einbausituation passen. Besonders wichtig ist, dass das neue Fenster technisch sinnvoll in die vorhandene Außenwand integriert werden kann.
Beim nachträglichen Fenstereinbau zählen vor allem vier Entscheidungen
- Rahmenmaterial: Kunststoff, Holz und Aluminium unterscheiden sich bei Preis, Pflege, Optik und Stabilität.
- Verglasung: Wärmeschutz, Schallschutz und Sicherheit sollten zur Lage des Gebäudes passen.
- Öffnungsart: Dreh-Kipp-, Fest-, Schiebe- oder Kippfenster eignen sich für unterschiedliche Räume.
- Einbauposition: Fensterhöhe, Fassadenseite und Erreichbarkeit beeinflussen Bedienung und Ausstattung.
Welches Fenster passt zu welchem Raum?
Wohnraum: guter Wärme- und Schallschutz
Bad: Sichtschutz und gute Lüftungsmöglichkeit
Keller: Sicherheit und Feuchteresistenz
Treppenhaus: viel Tageslicht und sichere Bedienung
Pflegeleicht und wirtschaftlich
Kunststofffenster sind für viele Wohngebäude eine praktische Lösung. Sie sind pflegeleicht, in zahlreichen Größen erhältlich und meist günstiger als Fenster aus Holz oder Aluminium.
Natürlich und hochwertig
Holzfenster passen besonders gut zu Altbauten und traditionellen Fassaden. Sie bieten eine warme Optik, benötigen jedoch regelmäßig Pflege und einen zuverlässigen Schutz der Oberfläche.
Stabil und modern
Aluminiumfenster eignen sich gut für moderne Fassaden, große Fensterflächen und schmale Rahmenansichten. Sie sind robust, langlebig und häufig im höheren Preisbereich angesiedelt.
Innen wohnlich, außen geschützt
Holz-Aluminium-Fenster verbinden eine natürliche Holzoberfläche im Innenraum mit einer wetterfesten Aluminiumschale auf der Außenseite. Sie gelten als hochwertig, sind aber entsprechend kostenintensiver.
Fenster nachträglich einbauen: Welche Ausstattung ist sinnvoll?
Die Ausstattung sollte sich an Nutzung, Fassadenseite und Sicherheitsbedarf orientieren. Nicht jede Zusatzfunktion ist bei jedem Fenster erforderlich.
Nicht jedes neue Fenster muss sich vollständig öffnen lassen
Welche Öffnungsart sinnvoll ist, hängt von Platzangebot, Lüftungsbedarf, Erreichbarkeit und geplanter Nutzung ab.
Dreh-Kipp-Fenster
Die klassische Lösung für Wohnräume. Das Fenster lässt sich vollständig öffnen und zusätzlich in Kippstellung bringen.
Festverglasung
Sinnvoll, wenn vor allem mehr Tageslicht gewünscht wird und keine zusätzliche Lüftungsmöglichkeit erforderlich ist.
Kippfenster
Häufig eine praktische Lösung für Keller, Nebenräume oder hoch liegende Fensteröffnungen.
Schiebe- oder Hebeschiebeelement
Für große Öffnungen und einen Übergang zu Terrasse oder Garten. Konstruktion und Kosten sind meist deutlich aufwendiger.
Diese Angaben benötigt der Fensterbauer
Das Fenster sollte erst bestellt werden, wenn Rohbauöffnung, Wandaufbau und gewünschte Ausstattung eindeutig feststehen.
Raumnutzung: Wohnraum, Bad, Keller oder Treppenhaus eindeutig benennen.
Fenstergröße: Gewünschte Lichtfläche und mögliche Rohbauöffnung abstimmen.
Fassadenseite: Wetterbelastung, Sonneneinstrahlung und Straßenlärm berücksichtigen.
Öffnungsart: Platzbedarf, Bedienung und Lüftungsmöglichkeit festlegen.
Sicherheitsbedarf: Erreichbarkeit von außen und gewünschte Schutzklasse prüfen.
Zusatzarbeiten: Fensterbank, Rollladen, Sonnenschutz und Innenlaibung mitplanen.
Das technisch stärkste Fenster ist nicht automatisch die beste Lösung
Wenn Sie ein Fenster nachträglich einbauen, müssen Fenster, Wand und Anschlussdetails als Gesamtsystem geplant werden. Eine sehr leistungsfähige Verglasung allein verhindert keine Wärmebrücken oder Feuchteschäden, wenn Laibung und Anschlussfugen nicht zur vorhandenen Konstruktion passen. Lassen Sie deshalb Fensterauswahl und Einbausituation gemeinsam bewerten.
Fenster nachträglich einbauen: Was ist bei verschiedenen Wandarten zu beachten?
Ob und mit welchem Aufwand Sie ein Fenster nachträglich einbauen können, hängt wesentlich vom Aufbau der Außenwand ab. Eine massive Ziegelwand, eine Betonwand, zweischaliges Mauerwerk oder eine gedämmte Fassade stellen jeweils andere Anforderungen an Wanddurchbruch, Fenstersturz, Abdichtung und Wiederherstellung.
Fenster nachträglich einbauen: Der Wandaufbau bestimmt den Aufwand
- Massives Mauerwerk: Ziegel oder Kalksandstein lassen sich meist gut bearbeiten, benötigen bei tragenden Wänden aber eine sichere Lastabtragung.
- Beton: Der Wanddurchbruch erfordert spezielle Geräte und verursacht häufig einen höheren Planungs- und Arbeitsaufwand.
- Zweischalige Außenwand: Innenwand, Dämmzwischenraum und äußere Verblendschale müssen getrennt betrachtet und fachgerecht verbunden werden.
- Gedämmte Fassade: Wärmedämmung, Putzsystem und Fensteranschluss müssen ohne unnötige Wärmebrücken wiederhergestellt werden.
Diese Informationen werden benötigt
Baustoff: Ziegel, Beton, Porenbeton oder Mischmauerwerk
Wandstärke: gesamter Aufbau einschließlich Dämmung
Tragfähigkeit: tragende oder nicht tragende Außenwand
Fassade: Putz, Klinker oder Wärmedämmverbundsystem
Fenster nachträglich einbauen in einer massiven Mauerwerkswand
Massives Mauerwerk lässt sich grundsätzlich gut öffnen. Bei einer tragenden Außenwand muss jedoch vor dem Entfernen der Steine geklärt werden, wie die Last oberhalb der neuen Fensteröffnung abgefangen wird. Häufig wird dafür ein Betonsturz, Stahlträger oder ein individuell berechnetes Sturzsystem eingesetzt.
Fenster nachträglich einbauen in einer Betonwand
Bei Betonwänden sind Wandstärke, Bewehrung und Gebäudekonstruktion entscheidend. Die Öffnung wird häufig mit einer Wandsäge oder speziellen Diamantwerkzeugen hergestellt. Vorher muss geklärt werden, ob Bewehrungsstahl getrennt werden darf und welche zusätzlichen Verstärkungen erforderlich sind.
Fenster nachträglich einbauen bei zweischaligem Mauerwerk
Zweischalige Außenwände bestehen meist aus einer tragenden Innenschale, einer Dämmschicht oder Luftschicht und einer äußeren Klinkerschale. Beide Schalen benötigen einen geeigneten Abschluss. Zusätzlich müssen Feuchtigkeit, Fensterbank und Wasserableitung sorgfältig geplant werden.
Fenster nachträglich einbauen bei einem Wärmedämmverbundsystem
Bei einer außen gedämmten Fassade muss das Dämmsystem rund um die neue Fensteröffnung geöffnet und später vollständig wieder angeschlossen werden. Anschlussprofile, Laibungsdämmung, Fensterbank und Außenputz müssen so ausgeführt sein, dass weder Wasser eindringt noch eine deutliche Wärmebrücke entsteht.
Fenster nachträglich einbauen in Porenbeton oder Leichtmauerwerk
Porenbeton lässt sich vergleichsweise einfach bearbeiten, reagiert jedoch empfindlicher auf ungeeignete Befestigungen und hohe Punktlasten. Fensterbefestigung, Sturz und Anschlussmaterialien müssen deshalb ausdrücklich auf den vorhandenen Baustoff abgestimmt werden.
Fenster nachträglich einbauen bei Fachwerk oder Mischmauerwerk
Historische Gebäude besitzen häufig uneinheitliche Wandaufbauten, Holzständer, Ausfachungen oder nachträglich veränderte Bauteile. Hier müssen Tragwerk, Feuchteverhalten und Fassadengestaltung besonders sorgfältig untersucht werden. Bei Denkmalschutz gelten zusätzliche Anforderungen.
Fenster nachträglich einbauen: Aufwand und Besonderheiten nach Wandtyp
Die Angaben dienen als erste Orientierung. Der tatsächliche Aufwand hängt immer von Tragfähigkeit, Wandstärke, Fenstergröße und vorhandener Fassade ab.
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Wie viel Licht bringt ein nachträglich eingebautes Fenster?
Wer ein Fenster nachträglich einbauen lässt, kann dunkle Wohnbereiche deutlich heller und freundlicher gestalten. Wie groß der tatsächliche Lichtgewinn ausfällt, hängt jedoch nicht allein von der Fenstergröße ab. Auch Himmelsrichtung, Einbauhöhe, Raumtiefe, Laibung und Verglasung beeinflussen, wie weit das Tageslicht in den Raum gelangt.
Der Lichtgewinn hängt vor allem von vier Faktoren ab
- Fensterfläche: Eine größere Glasfläche lässt grundsätzlich mehr Tageslicht in den Innenraum.
- Einbauposition: Hoch angeordnete Fenster verteilen das Licht häufig weiter in die Raumtiefe.
- Himmelsrichtung: Süd- und Westseiten erhalten meist mehr direkte Sonne, Nordseiten eher gleichmäßiges Licht.
- Raum und Oberfläche: Helle Wände, Böden und Decken reflektieren das einfallende Tageslicht besser.
Glasfläche gezielt planen
Nicht die gesamte Fenstergröße ist für den Lichteinfall entscheidend, sondern vor allem die tatsächlich sichtbare Glasfläche. Breite Rahmen und viele Teilungen können den Lichtgewinn reduzieren.
Höheres Fenster bringt Licht in die Tiefe
Je höher die Oberkante des Fensters liegt, desto weiter kann Tageslicht in den Raum gelangen. Das ist besonders bei tiefen Grundrissen und dunklen Raumecken wichtig.
Himmelsrichtung berücksichtigen
Ein Südfenster bringt viel Sonne, kann im Sommer aber zusätzlichen Sonnenschutz benötigen. Ein Nordfenster sorgt häufig für weiches, gleichmäßiges und blendarmes Tageslicht.
Licht nicht unnötig begrenzen
Tiefe Laibungen, dunkle Oberflächen oder stark beschichtete Verglasungen können den Lichteinfall verringern. Eine helle, seitlich aufgeweitete Laibung unterstützt die Lichtverteilung.
Fenster nachträglich einbauen: So verändert sich der Raum
Der größte Vorteil zeigt sich nicht nur an der Helligkeit. Mehr natürliches Licht beeinflusst auch Raumgefühl, Nutzungsmöglichkeiten und Wohnkomfort.
Raumecken und tiefer liegende Bereiche benötigen häufig auch tagsüber künstliches Licht.
Eine fensterlose Außenwand kann den Raum kleiner und weniger einladend wirken lassen.
Arbeits-, Ess- oder Aufenthaltsbereiche lassen sich an dunklen Stellen häufig nur eingeschränkt nutzen.
Der Raum wird heller und benötigt tagsüber weniger künstliche Beleuchtung.
Der Blick nach draußen schafft optische Tiefe und lässt den Raum großzügiger erscheinen.
Helle Bereiche können besser als Arbeitsplatz, Essplatz oder gemütliche Aufenthaltszone genutzt werden.
Wo sollte das neue Fenster eingebaut werden?
Die optimale Position ergibt sich aus Raumaufteilung, Außenansicht, Statik und gewünschter Nutzung.
Möglichst hoch anordnen
Eine hohe Fensteroberkante verbessert die Lichtverteilung und bringt Helligkeit weiter in den Raum.
Dunkle Raumbereiche bevorzugen
Das neue Fenster sollte gezielt dort Licht schaffen, wo bisher wenig Tageslicht ankommt.
Möblierung berücksichtigen
Schränke, Arbeitsflächen, Heizkörper und zukünftige Nutzung dürfen die Fensteröffnung nicht blockieren.
Außenansicht abstimmen
Position und Größe sollten auch zur bestehenden Fassadengliederung und zu benachbarten Fenstern passen.
Diese Fragen sollten vor dem Wanddurchbruch geklärt sein
Eine gute Tageslichtplanung verbindet die gewünschte Raumwirkung mit technischen und gestalterischen Anforderungen.
Welcher Bereich ist zu dunkel? Den tatsächlichen Lichtbedarf im Raum bestimmen.
Welche Himmelsrichtung ist möglich? Sonnenstand und sommerliche Erwärmung berücksichtigen.
Wie tief ist der Raum? Fensterhöhe und Glasfläche passend zur Raumtiefe planen.
Wie wird der Bereich genutzt? Arbeitsplatz, Essplatz oder Wohnbereich gezielt mit Licht versorgen.
Ist Sonnenschutz notwendig? Außenliegenden Sonnenschutz oder Beschattung frühzeitig mitplanen.
Passt das Fenster zur Fassade? Größe, Teilung und Position mit der Außenansicht abstimmen.
Ein gut positioniertes Fenster kann mehr bewirken als eine möglichst große Öffnung
Wenn Sie ein Fenster nachträglich einbauen, sollte nicht automatisch die größtmögliche Fensterfläche gewählt werden. Eine durchdachte Position, eine hohe Oberkante und eine helle Laibung können den Lichteinfall gezielter verbessern. Gleichzeitig müssen Statik, Wärmeschutz, Sonnenschutz und Fassadengestaltung berücksichtigt werden.
Fenster nachträglich einbauen: Dämmung und Wärmebrücken richtig planen
Wer ein Fenster nachträglich einbauen lässt, schafft eine neue Öffnung in der wärmedämmenden Gebäudehülle. Deshalb müssen Fensterrahmen, Laibung, Dämmung und Fassade sorgfältig miteinander verbunden werden. Fehlerhafte Anschlussfugen können Zugluft, Feuchtigkeit, Wärmeverluste und Schimmel begünstigen.
Beim nachträglichen Fenstereinbau müssen drei Anschlussbereiche zusammenspielen
- Innen luftdicht: Warme und feuchte Raumluft darf nicht unkontrolliert in die Anschlussfuge gelangen.
- Mittig gedämmt: Der Zwischenraum zwischen Fensterrahmen und Wand muss möglichst vollständig wärmedämmend ausgefüllt werden.
- Außen wetterfest: Regen und Wind dürfen nicht eindringen, vorhandene Feuchtigkeit soll jedoch nach außen entweichen können.
- Laibung angeschlossen: Innen- und Außendämmung müssen ohne unnötige Unterbrechungen an den Fensterrahmen herangeführt werden.
Innen dichter als außen
Innen: Schutz vor feuchter Raumluft
Mitte: Wärme- und Schallschutz
Außen: Schutz vor Wind und Schlagregen
Laibung: durchgehender Dämmanschluss
Luftdichten Anschluss herstellen
Auf der Raumseite muss verhindert werden, dass warme, feuchte Luft in die Anschlussfuge gelangt. Dafür kommen je nach Konstruktion geeignete Anschlussbänder, Folien oder Dichtstoffe zum Einsatz.
Fuge vollständig ausfüllen
Der Bereich zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk muss möglichst lückenlos gedämmt werden. Offene Stellen oder zusammengedrückte Dämmstoffe können Wärmebrücken und Zugluft verursachen.
Schlagregen sicher abhalten
Außen muss die Anschlussfuge zuverlässig gegen Wind und Regen geschützt werden. Gleichzeitig sollte eingedrungene Feuchtigkeit nach außen austrocknen können.
Dämmung bis an den Rahmen führen
Besonders an der Laibung und unter der Fensterbank entstehen leicht kalte Oberflächen. Eine passend geplante Dämmung reduziert Wärmeverluste und das Risiko von Kondenswasser.
Fenster nachträglich einbauen: Hier entstehen besonders häufig Wärmebrücken
Kritisch sind vor allem Übergänge zwischen unterschiedlichen Baustoffen. Dort muss der Fensteranschluss sorgfältig geplant, ausgeführt und kontrolliert werden.
Fehlende oder zu dünne Dämmung kann zu kalten Wandoberflächen unmittelbar neben dem Fenster führen.
Beton- oder Stahlbauteile leiten Wärme häufig stärker als das umgebende Mauerwerk und benötigen einen passenden Dämmanschluss.
Hohlräume und unterbrochene Dämmung können Zugluft und deutlich kühlere Oberflächen verursachen.
Nachträglich ergänzte Kästen und Führungsschienen müssen in die Dämm- und Abdichtungsebene integriert werden.
Innenschale, Dämmzwischenraum und Verblendmauerwerk erfordern unterschiedliche Anschlüsse und eine sorgfältige Detailplanung.
Sitzt das Fenster zu weit innen oder außen, kann der Anschluss an die vorhandene Dämmebene unnötig schwierig werden.
Gute und problematische Fenstermontage im Überblick
Viele Schäden zeigen sich erst nach Monaten oder Jahren. Umso wichtiger ist eine vollständige und nachvollziehbare Ausführung bereits beim Einbau.
Die Anschlussfuge ist vollständig und gleichmäßig mit einem geeigneten Dämmstoff ausgefüllt.
Innen- und Außenabdichtung passen zu Fensterrahmen, Wandaufbau und erwarteter Belastung.
Dämmung, Putz und Fensterbank sind ohne offene Fugen an das Fenster angeschlossen.
Die Fuge ist zwar gefüllt, besitzt jedoch keine dauerhaft sichere innere und äußere Abdichtung.
Fehlstellen begünstigen Zugluft, Feuchtigkeit und lokale Wärmeverluste.
Fenstersturz, Laibung oder Fensterbank bleiben thermisch unzureichend angeschlossen.
Diese Punkte zeigen einen sauberen Fensteranschluss
Die sichtbaren Arbeiten sollten ebenso kontrolliert werden wie die zuvor vereinbarten Materialien und Anschlussdetails.
Keine offenen Fugen: Zwischen Rahmen, Laibung und Fensterbank dürfen keine sichtbaren Lücken verbleiben.
Saubere Innenabdichtung: Der innere Anschluss muss durchgehend und ohne erkennbare Unterbrechungen ausgeführt sein.
Wetterfester Außenanschluss: Putz, Dichtband oder Anschlussprofil müssen Regen sicher ableiten.
Gedämmte Fensterbank: Unterhalb der Fensterbank dürfen keine ungedämmten Hohlräume zurückbleiben.
Trockene Laibung: Nach Abschluss der Arbeiten sollten keine feuchten oder auffällig kalten Bereiche sichtbar sein.
Dokumentierte Ausführung: Verwendete Materialien und vereinbarte Anschlussdetails sollten im Angebot oder Protokoll festgehalten sein.
Neues Fenster und bestehende Außenwand müssen zusammenpassen
Wenn Sie ein Fenster nachträglich einbauen, sollte die Verglasung nicht isoliert betrachtet werden. Ein sehr dichtes und gut gedämmtes Fenster verändert den Wärme- und Feuchtehaushalt des Raums. Deshalb müssen Wandaufbau, Laibung, Lüftung und Anschlussfugen gemeinsam geplant werden, damit rund um das neue Fenster keine kalten oder feuchten Bereiche entstehen.
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Mehr rund ums Fenster nachträglich einbauen
Von der statischen Planung über das professionelle Aufmaß bis zur Dämmung der Fensterlaibung: In diesen Ratgebern finden Sie weitere Informationen, wenn Sie ein Fenster nachträglich einbauen möchten.
Fenster vergrößern: Kosten, Statik und Umbau
Erfahren Sie, welche Arbeiten bei einer größeren Fensteröffnung erforderlich sind und wie Fenstersturz, Mauerwerk und Genehmigung die Kosten beeinflussen.
Kosten und Ablauf ansehen →Fenster im Altbau einbauen lassen
Welche Fenster passen zum Altbau, welche Anschlussarbeiten sind wichtig und mit welchen Kosten und typischen Fehlern sollten Eigentümer rechnen?
Altbau-Ratgeber lesen →Fenster richtig auswählen
Vergleichen Sie Kunststoff, Holz und Aluminium sowie Verglasung, Wärmeschutz, Sicherheit und passende Öffnungsarten.
Fensterauswahl vergleichen →Fenster professionell ausmessen lassen
Lesen Sie, warum Maueröffnungsmaß und Bestellmaß nicht identisch sind und wie ein professionelles Aufmaß kostspielige Messfehler vermeiden kann.
Aufmaß richtig planen →Fensterlaibung richtig dämmen
So lassen sich Wärmebrücken, kalte Oberflächen und Feuchtigkeitsprobleme rund um das neu eingebaute Fenster reduzieren.
Dämmung und Kosten ansehen →Fenster-Angebote richtig vergleichen
Prüfen Sie Fenster, Montage, Abdichtung und Nebenarbeiten einzeln, damit scheinbar günstige Angebote später nicht durch Zusatzkosten teurer werden.
Angebote besser prüfen →Fenster nachträglich einbauen: Häufige Fragen und Antworten
Wer ein Fenster nachträglich einbauen möchte, hat häufig Fragen zu Genehmigung, Statik, Kosten und fachgerechter Ausführung. Die wichtigsten Antworten helfen dabei, das Vorhaben realistisch einzuschätzen und die nächsten Schritte sicher zu planen.
Vorgaben vorab klären
Ob eine Genehmigung erforderlich ist, hängt vom Bundesland, vom Gebäude und vom Umfang der geplanten Fassadenänderung ab.
Tragende Wand prüfen lassen
Wird eine tragende Außenwand geöffnet, müssen Lastabtragung, Abstützung und Fenstersturz fachgerecht berechnet werden.
Alle Arbeiten einplanen
Neben dem Fenster entstehen Kosten für Wanddurchbruch, Statik, Abdichtung, Dämmung, Putzarbeiten und Entsorgung.
Was sollte geklärt sein, bevor Sie ein Fenster nachträglich einbauen?
Die wichtigsten Fragen betreffen nicht nur das Fenstermodell, sondern vor allem das Gebäude und die geplante Wandöffnung.
Ist die Außenwand tragend? Davon hängen Statik und Ausführung des Fenstersturzes ab.
Gibt es Leitungen in der Wand? Strom-, Wasser- und Heizungsleitungen müssen vorab lokalisiert werden.
Ist eine Zustimmung erforderlich? Bauaufsicht, WEG oder Vermieter können beteiligt werden müssen.
Welche Leistungen sind enthalten? Das Angebot sollte sämtliche Anschluss- und Folgearbeiten aufführen.
Die wichtigsten Antworten zum nachträglichen Fenstereinbau
Klicken Sie auf eine Frage, um die ausführliche Antwort einzublenden.
01 Braucht man eine Genehmigung, um ein Fenster nachträglich einzubauen?
Das hängt von der jeweiligen Landesbauordnung, vom Gebäude und vom Umfang der Fassadenänderung ab. Ein Vorhaben kann genehmigungsfrei sein, dennoch müssen sämtliche baurechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Bei Denkmalschutz, einer Gestaltungssatzung oder größeren Eingriffen sollte die zuständige Bauaufsicht frühzeitig kontaktiert werden.
02 Was kostet es, ein Fenster nachträglich einzubauen?
Für ein typisches Projekt liegen die Gesamtkosten häufig bei ungefähr 3.000 bis 8.000 Euro. Große Öffnungen, tragende Wände, schwierige Altbausubstanz oder umfangreiche Fassadenarbeiten können den Preis auf 9.000 Euro oder mehr erhöhen. Entscheidend ist, welche Leistungen im Angebot enthalten sind.
03 Benötigt man für eine neue Fensteröffnung einen Statiker?
Bei einer tragenden Außenwand ist eine statische Prüfung in der Regel notwendig. Der Statiker berechnet, wie die Lasten über der neuen Öffnung abgefangen werden und welcher Fenstersturz oder Stahlträger erforderlich ist. Ob eine Prüfung im konkreten Fall nötig ist, sollte vor dem Wanddurchbruch fachlich geklärt werden.
04 Kann man in jede Außenwand ein Fenster nachträglich einbauen?
Nicht jede Position ist technisch oder gestalterisch sinnvoll. Tragende Bauteile, Leitungen, Heizkörper, Dämmung, Fassadenaufbau und bestehende Fenster müssen berücksichtigt werden. Bei Betonwänden, zweischaligem Mauerwerk oder Klinkerfassaden kann der Einbau deutlich aufwendiger sein.
05 Wie lange dauert der nachträgliche Einbau eines Fensters?
Wanddurchbruch und Fenstermontage können bei guten Bedingungen häufig innerhalb von ein bis drei Arbeitstagen erfolgen. Hinzu kommen möglicherweise Arbeiten an Fenstersturz, Laibung, Dämmung, Fassade und Innenputz. Die vollständige Fertigstellung kann deshalb mehrere Tage dauern.
06 Welches Fenster eignet sich für den nachträglichen Einbau?
Geeignet sind grundsätzlich Kunststoff-, Holz-, Aluminium- und Holz-Aluminium-Fenster. Die Auswahl richtet sich nach Einbausituation, Fassadengestaltung, Wärmeschutz, Öffnungsart und Sicherheitsbedarf. Das Fenster sollte erst bestellt werden, wenn die endgültige Rohbauöffnung feststeht.
07 Kann ein nachträglich eingebautes Fenster eine Wärmebrücke verursachen?
Ja. Besonders kritisch sind die seitlichen Laibungen, der Fenstersturz und der Bereich unter der Fensterbank. Die Anschlussfugen müssen innen luftdicht, mittig wärmedämmend und außen wetterfest ausgeführt werden. Fehler können Zugluft, Kondenswasser und Schimmel begünstigen.
08 Darf man in einer Eigentumswohnung ein zusätzliches Fenster Einbauen?
Die Außenfassade gehört bei einer Eigentumswohnung in der Regel zum Gemeinschaftseigentum. Deshalb ist meist ein Beschluss oder eine Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft erforderlich. Zusätzlich können öffentlich-rechtliche Genehmigungspflichten bestehen.
09 Darf ein Mieter ein Fenster nachträglich einbauen lassen?
Nicht ohne ausdrückliche Zustimmung des Vermieters. Der Einbau verändert die Gebäudesubstanz und die äußere Gestaltung. Vereinbarungen zu Kosten, Ausführung, Haftung und einem möglichen späteren Rückbau sollten schriftlich festgehalten werden.
10 Kann man ein Fenster selbst nachträglich einbauen?
Besonders bei einer tragenden Außenwand ist davon abzuraten. Fehler beim Abstützen, beim Fenstersturz oder bei der Abdichtung können die Gebäudekonstruktion beschädigen und später zu Feuchtigkeit, Zugluft oder Wärmebrücken führen. Wanddurchbruch und Fenstermontage sollten von qualifizierten Fachbetrieben ausgeführt werden.
Alle Leistungen für das neue Fenster gemeinsam kalkulieren lassen
Wenn Sie ein Fenster nachträglich einbauen lassen, sollte das Angebot nicht nur das Fensterelement und die Montage enthalten. Auch Statik, Wanddurchbruch, Fenstersturz, Abdichtung, Dämmung, Laibungsarbeiten und Entsorgung müssen eindeutig berücksichtigt werden.
Fenster nachträglich einbauen lassen und passende Angebote vergleichen
Möchten Sie ein Fenster nachträglich einbauen, sollten Wandaufbau, Statik und Anschlussarbeiten von Anfang an gemeinsam geplant werden. Finden Sie qualifizierte Fensterbauer aus Ihrer Region und erhalten Sie passende Angebote für Ihr Vorhaben.